Mittwoch, 18. November 2020
kurze Dienstagsrunde mit Glück in der Bibliothek
17.11.2020
Ein ganz normaler Tag. Morgens ist alles ein bisschen kanpp und ich frage mich, was ich tun muss, um mich endlich mal nicht gehetzt zu fühlen. Manchmal habe ich das Gefühl, dass dieses "schnell noch dies, schnell noch das die Erkennungsmelodie meines Lebens ist und das gefällt mir nicht. Aber ich weiß auch noch nicht genau, wie ich das ändern will oder soll.
Aber jedenfalls schaffen wir alle Kinder in ihre jeweiligen Einrichtungen, alle sind satt und halbwegs zufrieden, das Mittagessen steht im Ofen bzw. auf dem Herd und ich sitze schließlich mit Kaffee am Schreibtisch. Der MAnn übernimmt die Videokonferenz und das ist gut, weil ich, nachdem ich das Nötigste vom Schreibtisch geschafft habe, ebenfalls in eine lange Konferenz verschwinde - es geht mal wieder um technische Dinge. Das Gnaze ist schon faszinierend und erleichtert die Arbeit wirklich, der Vorlauf ist aber auch immer wieder umfangreich.
Zu schnell vergeht der Vormittag, aber was will man machen, K4 muss abgeholt werden. Der hat es erstmals geschafft, nicht einzuschlafen, während er in der Kita ist und ist entsprechend müde, als ich ihn abhole. Weil es regnet habe ich das Dach auf dem Lastenrad und er kann sich an die Plane lehnen und schlafen, zumindest, nachdem ich mit ihm beim Hofladen war und Quark im Glas gekauft habe.
Dann kommt K3 dazu und kümmert sich rührend um seinen schlafenden Bruder. Das ist schon cool, wie die beiden zusammenhalten.
Zuhause dann Mittagessen, alle sitzen am Tisch und keiner hat was zu meckern, zumindest nicht am Essen, an den Tischmanieren habe ich schon zu meckern, aber wir breiten hier mal den Mantel des Schweigens aus.
Irgendwohin verschwindet der Nachmittag, ich kann es nicht mehr so richtig rekonstruieren, aber schon bald ist es vier und ich will mit den Jungs los auf ihre vorgezogene Dienstagsrunde. Leider fehlt eine CD Hülle, die Suche dauert relativ lange, es wird immer später, aber schließlich kommen wir doch los (ohne Hülle). Das ist dann aber nicht so schlimm, die Kinder kommen sogar um eine Strafzahlung rum und suchen sich noch ein paar neue CDs aus - aber ich glaube, sie werden besser auf die Hüllen achtgeben.
Dann eine Runde durch den Kramladen, Taschengeld loswerden - das Furzkissen erlaube ich, bei noch mehr Autos streike ich aber, wir haben wirklich genug. Auch Pistolen verbiete ich, nichts gegen Waffen, aber auch da haben wir reichlich, sie fliegen überall rum und keiner spielt damit.
Aber sie sind zufrieden und glücklich ihr Geld ausgegeben zu haben und ich finde tatsächlich auch noch ein paar Sachen für den Adventskalender.
Dramatisch wird es, weil wir nicht mehr genug Zeit haben Brötchen zu kaufen - aber schon vor dem Supermarkt steht eine Schlange, es geht einfach nicht.
Das ist natürlich erstmal enttäuschend, aber sie fangen sich ganz gut wieder und ich kann drei halbwegs entspannte Jungs Zuhause abliefern.
Ich gehe dann gleich weiter zur Gemeinde, letzter Termin des Tages, der auch bis 20 Uhr begrenzt ist, weil der Mann dann einen weiteren Termin hat.
Um kurz vor acht bin ich da, aber der Mann hat den Termin schon abgesagt - seine Gelenkschmerzen schränken ihn wieder so sehr ein, dass das nicht geht, so bleiben wir noch einen Moment auf dem Sofa sitzen und gehen dann früh ins Bett. Auf dass es morgen besser werde...

Gegessen:
Joghurt, Apfel, Birne
Semmelknödel, Rotkohl und the Wonder Burger
Salat



Einkaufstour ohne Frühstück
16.11.2020
Eine neue Woche, ein neuer freier Montag. Der begann natürlich trotzdem früh. In der ersten Lockdownzeit, als die Kinder eben keinen Unterricht in der Schule hatte, passten sie sich meinem Rhythmus an: Sie arbeiteten so, dass sie ihren Stoff in vier Tagen schafften und machten dann am Montag mit mir zusammen frei. Das war sehr schön, könnte ich gern mal wieder so haben. Aber wenn es dazu kommen sollte, dass der Unterricht doch nochmal von Zuhause aus läuft, wird das ja anders strukturiert, ich werde also damit leben, dass mein freier Tag eben früh beginnt - so hab ich ja auch mehr davon.
Jedenfalls stand ich früh auf, brachte alles auf den Weg und hatte Zeit zu bloggen. Die Kinder kamen auch alle mehr oder weniger willig aus dem Bett, K3 freute sich sehr, dass er wieder in die Kita darf.
Als dann alle weg waren nahmen der Mann und ich uns noch Zeit für einen Kaffee und dann brachen wir auf zu einer größeren Einkaufstour. Ich vermisste es schmerzlich, dass wir uns auf dieser Runde nicht vorher oder zwischendurch auf einen Kaffee oder ein Frühstück in ein Café setzen konnten. Aber nun gut.
Ich brauchte Stoffe, einerseits für weihnachtliche Masken, andrerseits für Tischläufer und dann auch Sweatstoffe für 5 Weihnachtpullover und ein Geburtstagsshirt. Für K1 habe ich schon ein sehr schönes Panel, aber das braucht ja auch noch anderen Stoff. Diesmal ist der Weihnachtsstoff tatsächlich einfarbig, mal schauen, ob ich da noch etwas draufsticke...
Dann mussten wir zu Ikea, es brauchte neue Kleiderhaken und vor allem Einsatzkästen für unser Spieleregal. Nachdem wir ein halbes Jahr hinter K4 hergeräumt hatten, reichte es mir und wir überlegten mal einen Moment, welche Lösung es geben könnte. Nach ein paar Minuten kamen wir drauf: Kästen, in die die ganzen Spiele reingestellt werden, dann kommt er zumindest nicht mehr so schnell dran. Der Nebeneffekt, der mir erst später aufging, ist, dass wir so relativ gut rauskriegen, welche Spiele davon überhaupt gespielt werden und den Rest dann entsorgen können.
Das war also alles sehr erfolgreich, dann noch schnell rote Linsen aus dem türkischen Supermarkt geholt und dann mussten wir auch schon zurück: Der Mann hatte einen Zahnarzttermin, ich musste K4 abholen. Es war überall fürchterlich voll, in den Läden, auf den Straßen - mir scheint, Menschen haben sich freigenommen um vor weiteren Einschränkungen nochmal einzukaufen? Ich verstehe es nicht, auf so vielen Ebenen.
Ich holte K4 ab, wir fuhren schnell einkaufen, ich wollte noch Brot für die Suppe am Mittag holen. Das war sehr sehr gut, denn als wir K3 abholten, bekam dieser zwei Weckmänner mit, im Nachgang zu St. Martin. Das Problem dabei ist: Solche süßen Hefeteige darf K3 in den meisten Fällen nicht, da ist immer entweder Milch oder Butter drin.
Das war hart. Ihm standen die Tränen in den Augen, er versuchte tapfer zu sein, aber es war schon schwierig. Aber er schaffte es, zu widerstehen und aß stattdessen eins der Brötchen für's Mittagessen. Ich war so stolz auf ihn - es gibt leider immer mal so Situationen, die ich nicht antizipieren kann und in denen sich die Kinder, die nicht alles essen dürfen, ausgeschlossen fühlen - meistens kann ich das vorher abbiegen, oder eine Alternative dabei haben, manchmal klappt das nicht. Großes kleines K3.
Zuhause dann Mittagessen und natürlich noch Weckmann-Backen, K1 profitierte auch gleich. Ich ging mit K2 zum Augenarzt und wir gratulierten mit großem Abstand einer Freundin, die über ihren Geburtstag in Quarantäne ist (vorsorglich). Dann ging's nach Hause und es gab Weckmänner für alle. K1 und 3 schlugen so zu, dass ich Abendessen als unnötig einstufte.
Dann allgemeines rödeln, Hausaufgaben machen, ich schlief noch einen kurzen Moment. Der Mann badete die kleinen Kinder und ich machte mich auf zur Joggingrunde. Große Runde, aber mit vielen Pausen, ich war nicht ganz zufrieden, vielleicht schaffe ich es im Laufe der Woche nochmal allein eine längere Strecke durchzulaufen.
Daheim erste Durchsicht der Adventskalendergeschenke - scheint auf einem guten Stand zu sein, das Einpacken wird die größte Herausforderung...
Dann war's spät, ich musste schlafen.

Gegessen:
Joghurt, Apfel, Johannisbeere
Erbsensuppe
Hefegebäck