Mittwoch, 7. Oktober 2020
Marathonlauf mit Zwischensprints
06.10.2020
Das beschreibt mein Gefühl im Moment ganz gut: Ich bin die ganze Zeit am Rennen, das Ziel ist klar definiert (Urlaub ab Montag), der Weg ist auch absehbar - aber anstatt zwischendurch mal zu ein paar Gehpausen zu kommen, mache ich Zwischensprints. So ist das. Aber gut, die meiste Zeit machen die Zwischensprints auch Spaß und das Hochgefühl, wenn man es dann geschafft hat, ist auch nicht zu verachten.
Der Dienstag verging jedenfalls genau in dieser Linie. Wir hatten es ja am Vortag geschafft die Kinder früher ins Bett zu bringen und das funktionierte insofern ganz hervorragend, als dass K3 um halb sieben von sich aus wach wurde und damit viel besser gelaunt war.
Dadurch kam ich mit ihm relativ früh los - wir waren vor acht an der Kita, das ist im Moment das Minimalziel. Langfristig sollen eigentlich beide Kinder spätestens halb acht, eher viertel nach sieben da sein. Aber das wird noch ein bisschen dauern.
Zuhause hatte ich nur 20 Minuten, um meine Emails zu checken und ein paar Sachen zu klären, dann musste ich schnell zum Zug. So knapp war ich noch nie, als ich an die Schranke kam, war die zu, weil der Zug einfuhr. Ich bin nicht stolz drauf, aber ich musste bei rot über die Ampel fahren (immerhin nicht über den Bahnübergang), sonst hätte ich es nicht geschafft.
Dann Treffen in der Nachbarstadt mit den Kollegen im Bereich junge Gemeinde. Sehr schön, ein paar neue Ideen - und gut, sich mal wieder gesehen zu haben.
Insgesamt war ich dann zu spät zu Hause um K3 abzuholen, das hat aber der Mann übernommen und ich kam dann rechtzeitig zum Mittagessen mit K2.
Danach musste ich Arbeit nachholen, K1 saß bei mir und machte im Arbeitszimmer seine Hausaufgaben, das war auch ganz nett. Das ist schon ein Problem: Wann immer ich Arbeitstermine wahrnehme, gerade solche Kollegentreffen, ist das ja prinzipiell meine Arbeitszeit. Allerdings bleiben die Sachen liegen, die auch wichtig zu machen sind, also die Schreibtischarbeit, die ich dann nacharbeiten muss. Das geht anderen in ihren Berufen sicherlich genauso, aber es erscheint mir bei mir sehr extrem, weil ich so viele Treffen mit Ehrenamtlichen habe - und keine Vertretung. Diese Woche muss ich beispielsweise zwei Predigten vorbereiten, zumindest wenn ich die zweite nicht innerhalb meiner Urlaubswoche vorbereiten will. Puh. Ich bin froh, wenn der Mann wieder einsteigt.
Dann musste ich los, Vertretung beim Vorschulturnen einer anderen Gruppe. Leider wurde ich auf dem Hinweg komplett nass. Hätte ich mal das Auto genommen - aber der Mann konnte es letztlich auch gut brauchen, weil er für mich noch Sachen zur Post bringen musste bzw. abgeholt hat und dann konnte er das jedenfalls mit den Kindern zusammen und trocken machen.
Im Anschluss fuhr ich gleich zur Gemeinde, wieder ein Planungstreffen. Wechselsachen hatte ich glücklicherweise dabei, das ging dann ganz gut.
Effektives Treffen, das ging ganz ordentlich und dann schnell nach Hause. Da war noch ziemlich viel Chaos, weil die Tour zur Post auch noch eine Einkaufstour nach sich gezogen hatte und das dann noch nicht so richtig verräumt war - aber nachdem K4 gestillt war und schlief, ging das dann doch recht schnell und um neun war dann Ruhe überall.
Langer Tag, trotzdem.

Gegessen:
Joghurt, Mango
Brötchen
Chinakohl mit Frischkäse
Salatreste