Freitag, 11. September 2020
Schneidarbeiten und Videos
So, heute also probiert, wie es ist, noch ein bisschen früher aufzustehen - funktioniert prima. Ich war nicht müde, bin ich ohnehin nie, außer dann am Abend, aber das war nicht anders als sonst. Das lass ich jetzt erstmal so, das entkrampft die morgendliche Routine ein bisschen und ich muss das Essen nicht immer danach entscheiden, wie lange die Vorbereitung dauert.
Etwas skurril war es dann allerdings, als ich noch im Dunkeln draußen stand und die Wäsche aufhängte. Es sollte ja trocken bleiben, aber es wirkte wohl etwas seltsam. Aber als der Rasensprenger im Nachbargarten ansprang war ich dann wieder beruhigt - an längeren Tagen hätte man sich ja auch nicht gewundert, aber inzwischen ist es eben erst um sieben wieder richtig hell. Da habe ich aber schon einiges geschafft.
Ich habe das Gefühl, es wird langsam besser mit K3, er hat sich wohl wieder an den Gedanken gewöhnt, dass Kita ist und er da auch hingehen muss (angezogen, mit ein bisschen was im Bauch), jedenfalls hat er ein bisschen weniger verhandelt und vor allem konnte ich ihn ohne Weinen abgeben, nachdem wir nochmal drüber gesprochen hatten, dass ja nachmittags auch noch Zeit zum Spielen Zuhause ist.
Der Morgen verlief ruhig, waren ja wieder alle aus dem Haus. Ich hatte, neben einigen Dingen am PC, auch einiges damit zu tun, dass ich Sachen ausschneiden und in Briefumschläge packen musste. Ich hatte das eigentlich vor dem Fernseher machen wollen, aber dazu komme ich im Moment nicht und es war grad etwas Zeit, also fing ich damit schon an. Nebenbei guckte ich dann Youtube Andachten von Kollegen, war also quasi Weiterbildung. Ich hätte ja auch gern mal in eine Instastory von den so berühmten "Influencern" reingeguckt, merkte aber, dass ich hier viel zu wenig im Thema bin - ich weiß gar nicht, wen ich da suchen müsste. Und um mich dann intensiver damit zu beschäftigen, war es mir dann nicht wichtig genug. Bleibe ich also in diesem Bereich uninformiert, man muss ja nicht alles kennen und wissen.
Dann kamen nach und nach alle nach Hause, bzw. ich holte K3 ab. K4 war mit, freute sich schon sehr als K3 seine Brotdose auspackte. Das ist schon zum Ritual geworden, dass die beiden sich dann die Versperreste teilen. Ich muss am Freitag aufpassen, da gibt es keine Reste, weil die Kita das Frühstück stellt, da muss ich wohl eine Alternative bieten. Jedenfalls hatte K3 noch Banane übrig, die er sehr liebt und von der er deswegen nicht gern abgeben wollte. Ich war dann abgelenkt, weil K1 anrief, weil er gefallen war und als ich wieder guckte, hatte er seine Banane doch geteilt. "K4 mag die auch so gerne. Da habe ich ihm abgegeben, damit er nicht weint. Zuhause noch Banane da?" - er ist wirklich lieb und empathisch, wenn er will! Wir fuhren K1 entgegen, dessen Sturz nicht so schlimm war, aber ich freute mich, dass er sein Handy dabei hatte und uns angerufen hat. Denn genau diesen Fall predige ich immer: Nimm dein Handy mit, wenn du stürzt, kannst du dich melden, dann kommen wir. In diesem Fall wäre er auch allein nach Hause gekommen, aber es tat ihm sichtlich gut, dass wir dazu kamen und mit guckten, was alles kaputt ist (Knie aufgeschlagen, Ellenbogen aufgeschürft).
Dann gab's Mittagessen und eine kurze Pause für mich, bevor ich losfuhr zum Vorschulturnen. Die Kinder hatten in der Zwischenzeit wohl eine tolle Zeit draußen, mit Fahrrad fahren und Picknick. Bei mir war es nett, aber eher anstrengend: Die Eltern dürfen jetzt ja definitiv nicht mehr mit rein, was auch grundsätzlich angenehmer ist, aber dazu führt, dass der Übergang vom Eltern-Kind-Turnen zur Vorschulgruppe für manche Kinder schwierig ist. Dass dann Kinder weinen ist klar, das Trösten macht mir nichts aus. Aber diesmal hatten wir ein Kind dabei, das permanent brüllte, in einer Lautstärke, die echt alle anderen wahnsinnig machte. Sie beruhigte sich immer wieder, so dass es keinen Anlass gab, sie rauszubringen, aber immer, wenn man ihr den Rücken zudrehte, begann sie wieder zu Brüllen. Anstrengend. Aber die letzte Viertelstunde ging dann ganz gut, ich hoffe für nächste Woche.
Nach zwei Stunden kam der Mann mit K1, 3 und 4, ging mit K3 zum Eltern-Kind-Turnen und ich K4 und ich begleiteten K1 zum Klavier. In der Zwischenzeit gingen wir Einkaufen, ich hatte viel Zeit um zu gucken und fand tatsächlich noch eine Badehose für K1, der jetzt beim Schwimmunterricht feststellte, dass seine alte zu klein ist. Sehr schön. Einen Harry Potter Stehsammler gab es auch noch, vielleicht motiviert ihn der zu mehr Ordnung...
Es wurde beim Klavier spät, sodass der Mann direkt dahin kam und K1 einsammelte, ich fuhr mit dem Rad nach Hause (und war kaum langsamer). Zuhause kurzes quatschen und Hundestreicheln bei der Nachbarin, K2 hatte schon den Abendbrottisch gedeckt, also gab es schnell Essen und dann stillte ich K4 in den Schlaf. Um kurz nach acht kam ich los um ein paar Freundinnen zu treffen, das war schön!
Erst um halb zwölf Zuhause zu sein war vielleicht nicht die beste Idee, aber das war's wert.

Gegessen:
Apfel, Joghurt, Pfirsich
Linsencurry
griechischer Salat, Baguette, Obstsalat